Posts Tagged ‘Gummistiefel’

Gummistiefel in großen Größen

 

Gummistiefel haben eine großartige Karriere hinter sich. Einst waren sie als Teil der Arbeitskleidung von Landwirten und der Spielausrüstung von Kindern dazu geschaffen, durch Pfützen, Matsch und Mist zu pflügen, immer darauf bedacht, die Füße ihres Inhabers, und möglichst auch das untere Hosenbein, trocken und warm zu halten. Beides gelang ihnen hinlänglich.

  • Mutterland England

gummistiefel-gelbLange bevor Gummistiefel auf dem Kontinent hof- und straßenfähig wurden, waren sie im Mekka der Regengüsse, in Großbritannien, unentbehrliches Schuhwerk von Adligen und Grundbesitzern. Bei solch nobler Nachfrage hat man sich im Vereinigten Königreich gedeihlich bemüht, Gummistiefel in allen Größen herzustellen und mit jeglichem Komfort auszustatten. So beliebt wurden Gummistiefel auf der Insel, dass sie dort unter dem Namen “Wellies”, in Anspielung auf die meistverbreitete Marke, geläufig sind.

  • Trendy Gummboots

Heute gibt es Gummistiefel für Damen und Herren in allen Farben und für jeden Geschmack. Hollywoodstars shoppen in Edelstiefeln aus Gummi und setzen Trends, die auf der ganzen Welt aufgegriffen werden. Längst haben sich Edelmarken der einstigen Pfui-Ecke des Schuhhandwerks angenommen. Möchten Sie heute in brombeerfarbenen Gummistiefeln im Reiterlook flaniern, so steht dem nichts im Wege. Doch können Sie das auch als Frau mit Schuhgröße 41 bis 43? Und wie steht es um den Mann mit Nummer 46 am Fuß?

  • Größen von Gummistiefeln – Welche Auswahl gibt es?

Noch immer ist die Anzahl an Gummistiefeln in großen Größen für Damen und Herren beschränkt. Eigentlich unverständlich, wenn man bedenkt, dass große Füße inzwischen bei keinem Geschlecht selten sind.

Wenn Sie eine Frau sind und große Gummistiefel für die Gartenarbeit suchen, wandern Sie in die Herrenabteilung aus. Für modische Gummistiefel werden Sie vielleicht ein Spezialgeschäft benötigen. Bevor Sie dort viel Geld lassen, versuchen Sie es mit Wellies oder einer anderen ausländischen Marke. Bei spanischen Schuhen entspricht beispielsweise Größe 40 einer deutschen 41 oder 42.

Herren kaufen Gummistiefel ausschließlich zu Arbeitszwecken. Der Landhandel bietet viele Modelle und auch große Größen an.

Was ist eigentlich Gummistiefelweitwurf? Gibt es das wirklich?

 

Unglaublich aber wirklich wahr:

Die Trendsportart Gummistiefel Weitwurf aus Finnland findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger.
Den Überlieferungen zu Folge sollen sich Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfspiel ausgedacht haben, Seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf als offizielle Sportart in Finnland ausgetragen. Den Weltrekord bei den Männern erreichte der Finne Jukka Vesterinen im Juni 2008. Bei den Frauen hat 200ß Eeva Isokorpi, ebenfalls aus Finnland, die WM-Medaille gewonnen.

In Deutschland wurde der Sport durch eine Radiosendung zum Thema „Alternativsport“ bekannt. Die Moderatoren waren von den Erzählungen ihres Gastes über den finnischen Gummistiefelwettkampf so beeindruckt, dass sie kurz darauf entschieden, selbst einen Verein zu gründen.

Bislang existieren 7 deutsche Vereine:

  1. GibGummi 03
  2. Berlin; Gib Leder 04 Döbeln
  3. 7 Meilenstiefel
  4. 1.GWV Rauen Latex 04
  5. GuStiWeiWuFF
  6. TWG Schlabbeschubser und
  7. Spitzsteingummi 05

Insgesamt üben in Deutschland 122 Personen diese Sportart aus.

Im Jahr 2007 fand in Berlin die erste deutsche Weltmeisterschaft mit 180 Teilnehmern statt. Darunter waren natürlich Finnen und Schweden, aber auch Gummistiefelweitwerfer aus Estland, Italien, Russland, Slowenien und den USA gingen an den Start. Einen deutschen Erfolg erzielte bei dieser Weltmeisterschaft die Berlinerin Anita Otto in der Klasse der über 45-jährigen Frauen. Sie gewann mit ihrem schwarzen Stiefel, den sie 22,70 Meter weit schleuderte, die Silbermedaille.

Die Technik bei diesem Mannschaftssport ist trotz der belustigenden Wurfgegenstände nicht zu unterschätzen. Die Stiefel sind durch ihre Form nicht so aerodynamisch, wie beispielsweise ein Hammer oder Diskus in anderen Wurfsportarten. Sie verlieren daher schnell an Geschwindigkeit. Wer die korrekte Technik jedoch beherrscht, kann den Gummistiefel im richtigen Einstellwinkel zum Wind perfekt durch die Luft rotieren lassen.

Das Wurfmaterial untersteht ebenfalls festen Regelungen: Männer benutzen einen linken oder rechten Gummistiefel der Größe 43 zum werfen. Dabei muss das Eigengewicht des Stiefels genau zwischen 950 g und 1050 g betragen. Die Höhe, gemessen von der Ferse bis zum oberen Ende des Schafts soll zwischen 42 cm und 44 cm liegen.

Damen wiederum benutzen einen Stiefel der Größe 38. Das Gewicht liegt zwischen 650 g und 750 g, bei einer Höhe zwischen 35 cm und 37 cm. Weitere Unterscheidungen des Wurfgegestandes gibt es in den verschiedenen Altersgruppen.

Das Ablaufgebiet ist ein 4 m breiter und mindestens 20 m langer speziell markierter Sektor. Darauf folgt das Abwurfgebiet, welches 4 m breit und 5 m lang ist. Der Wurfsektor ist bei 20, 30, 40 und 50 m mit horizontalen Linien markiert, um die Wurfweite feststellen zu können. Wie genau man den Stiefel hält und wirft, steht den Wettkämpfern frei. Er hat 30 Sekunden zeit, den Stiefel so weit wie möglich wegzuschleudern.

Ob diese nicht ganz alltägliche Sportart einmal zu den olympischen Spielen gehören wird ist fraglich. In Deutschland steht vor allem der Spaßfaktor des Gummistiefelweitwurfes im Mittelpunkt. Vom Kindes- bis Rentenalter nehmen die unterschiedlichsten Menschen mit ihren Gummistiefeln an dieser Sportart teil und bilden mit ihren Vereinen somit eine bunte Gemeinschaft. Es existiert genau wie beim Fußball eine eigener Verband: die German Boot Throwing Association registriert die Vereine und stellt die Regeln für Wettkämpfe auf. Spaß am Sport ist das oberste Ziel und das zieht immer mehr Menschen an!

Artikel zum Thema Gummistiefelweitwurf & Mode Gummistiefel

Gummistiefel – modisch und bequem

 

sorel-winterstiefelGummistiefel – modisch oder bequem. Was ist im Winter mit den kalten Füssen?

Auch wenn Gummistiefel nie zu einem Modetrend werden, so gibt es doch im Gegensatz zu früheren Gummistiefeln, bereits bemerkenswerten Verbesserungen. Diese findet man nicht nur auf der Basis des Aussehens, nein sie sind mittlerweile auch für jede Jahreszeit geeignet. Aus Kanada werden jährlich mehrere Millionen Paare Gummistiefel importiert. Diese eigenen sich sehr gut für die Winterzeit.

Gummistiefel  – made in Canada

Da die Kanadier sich sehr gut mit der Eiseskälte auskennen, sind sie hierbei auch führend auf dem Markt. Um den Füßen auch im Winter optimale Wärme zu verschaffen, wird ein Material aus der Weltraumforschung genutzt. Dieses Isoliermaterial wird in den eigentlichen Gummistiefel als zweiter Schuh eingearbeitet, den man dann im Sommer herausnehmen kann, um in den Gummistiefeln nicht zu schwitzen.

Obwohl dieser Innenschuh nur 8 Millimeter dick ist, hält er die Kälte bis zu einer gefühlten Temperatur von – 40 Grad ab. Wenn man den Innenschuh nicht herausnehmen möchte, weil man nur kurz einen wärmeren Raum betritt, bedeutet dies keinerlei Problem. Das Material ist anpassungsfähig und nimmt so den Temperaturausgleich von der Raumtemperatur zum Fuß vor. Eine andere Variante der Hersteller ist ein Futter welches man in den Gummistiefel mit hineingearbeitet hat. Dies kann natürlich auch für warme Füße sorgen. Der fellartige Stoff schmiegt sich an den Fuß an und gibt dem Träger ein bequemes und behagliches Gefühl. Es gibt viele Möglichkeiten sich auch in Gummistiefeln die Füße warm zu halten.

Gummistiefel gab es ja bislang in den verschiedensten Farben, jetzt sind wir aber auch in der Lage uns nicht nur durch dicke Socken, vor dem Winter zu schützen.

Wie kommt man am besten aus seinen Gummistiefel

 

Nun, diese Frage stellen sich die Damen (und Herren) sicher als erstes, wenn sie sich in ihrem Kaufrausch befinden. Doch sollte man sich der Aufgabe in einer lockeren Haltung zuwenden. Wo man seine Zehen reinstecken kann, da kommt man auch wieder heraus, sollte man meinen. Doch wie so oft im Leben kommt es auch bei der trendigen Fußmode auf den Schnitt und die passende Größe an. Generell gibt es mehrere Möglichkeiten aus seinem Stiefel hinaus zu gelangen, jedoch möchte man den Schuh auch gerne ein weiteres Mal tragen, so sollte man von den rabiaten Methoden, wie ziehen, zerren und reißen eher abweichen.

Stiefelknechte

Wenn Sie Ihrem Gummistiefel also ein langes Leben ermöglichen möchten, so sollten Sie beruhigt in einen Stiefelknecht investieren. Auch hier gibt es die verschiedenste Modelle, jedoch reicht der altbewährte Holzstiefelknecht. Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann sich den Stiefelknecht auch sogar selber bauen. Der Stiefelknecht besitzt einen U-förmigen Ausschnitt, und wird leicht schräg am Boden aufgestellt. Während man sich den einen Stiefel locker von den Fersen streicht, steht man mit dem anderem Fuße fest auf dem Stiefelknecht, so hat man in kurzer Zeit seinen Stiefel von den Füßen gestrichen und zusätzlich schont man das empfindliche Material.

Möchte man sich diesen praktischen Knecht jedoch nicht zulegen, kann man auch auf weitere Tricks zurückgreifen. Eine Möglichkeit währe ein weicheres Material unter dem Stiefel zu tragen, am Besten hierfür eignen sich feine Strümpfe oder Strumpfhosen mit möglichst geringem Baumwollanteil. Ein guter Mix aus Polyamid und Elasthan bieten die nötige Rutschigkeit, um sich den Stiefel behutsam im Sitzen von dein Beinen zu streifen. Achten Sie aber auch hier darauf, dass sie ihren Stiefel nicht all zu grob anpacken.

Sie können dabei unterstützend mit ihren Zehenspitzen eine Hebelwirkung hervorrufen, in dem Sie diese immer wieder auf und ab bewegen und sich damit langsam aus ihrem Stiefel robben. Aber verzweifeln sie nicht, wenn es etwas länger dauern sollte, jeder Wutausbruch schadet der Langlebigkeit des Gummistiefels.

Egal welche Methode Sie nun bevorzugen mögen, auch ihr Stiefel hat “Gefühle” und so sollten Sie auch immer an die Angelegenheit dran gehen: mit Gefühl.