Welche Arten von Winterstiefel und Winterschuhen gibt es?
Das Angebot an Fußbekleidung für den Winter ist riesig. Die erste und wohl wichtigste Unterscheidung trifft man zwischen Winterschuhen und Winterstiefeln. Dabei kommt es immer darauf an, für welche Wetterlagen und welche Zwecke die Schuhe gebraucht werden. Modisch sind beide Formen gut mit vielen Trends des Winters kombinierbar, jedoch nicht immer für alle Anlässe geeignet. Am besten überlegen Sie sich schon vor dem Schuhkauf, welche Schuhform Ihrem Bedarf entspricht.
Schuhform:
Per Definition unterscheiden diese beiden Schuhformen sich anhand ihrer Schafthöhe. Während der Schaft bei einem Halbschuh nur bis zur Fußbeuge reicht, geht er bei einem Stiefel mindestens über den Knöchel.
Die Materialien für den Oberschuh und die Sohle unterscheiden sich zwischen Schuh und Stiefel nicht wesentlich. Die Sohle besteht in überwiegenden Fällen aus glattem Leder oder aus einem Kunststoff oder Gummi, die ein Profil aufweisen.
Obermaterial:
Auch das Obermaterial unterscheidet sich in verschiedene Stoffe. Ursprünglich bestand der Schaft aufgrund des hohen Tragekomforts aus Leder. Aus Kostengründen werden heute aber, statt Leder, vermehrt andere Stoffe, zum großen Teil Chemiefasern, verwendet. Naturfasern wie Baumwolle eignen sich zur Herstellung von Winterschuhen oder Stiefeln nicht, da sie trotz Imprägnierung oft nicht feuchtigkeitsbeständig sind. Die bekanntesten nicht natürlichen Materialien sind Kunstleder, Nylon und PVC (für Gummistiefel). Damit gehen aber auch oft die bekannten Probleme von „Schweißfüßen“ einher. Dies liegt meist an der falschen Pflege der Schuhe. Sie sollten gut Auslüften und Trocknen können.
Bei Leder treten diese Probleme selten auf, da dieses Material auch ein gutes Fußklima innerhalb des Schuhes garantiert. Denn Leder ist flüssigkeitsdicht und lässt gleichzeitig entstehende Wasserdämpfe hinausdringen. Die unterschiedlichen Lederarten wie, Nubuk, Wildleder oder Boxcalf unterscheiden sich meist eher in ihrer Farbe, dem Preis und dem Tragegefühl, nicht aber in ihrer Qualität.
Größere Unterschiede gibt es in den verschiedenen Formen der Schuhe. Winterschuhe gibt es als Schnürschuhe, Schnallenschuhe oder Schuhe ohne Verschluss. Diese Unterschiede dienen dabei vor allem dem Design der Schuhe, nicht ihrer Qualität oder Wetterbeständigkeit. Durch diese vielfältigen Formen und Farben kann man zu jedem Outfit den passenden Schuh wählen, egal ob sportlich oder elegant.
Winterstiefel unterscheiden sich in ihrer Form überwiegend in der Höhe. Hier unterteilt man in Stiefeletten, die kurz über dem Knöchel Enden, Stiefel bis zur Wade oder zum Knie und Overknees.
Verschluss:
Aber auch der Verschluss kann unterschiedlich gestaltet sein. Dies kann sich positiv auf den Tragekomfort auswirken, kann man doch durch verstellbare Schäfte bei Schnür- oder Schnallenschließung die Weite der Wade anpassen. Doch auch Stiefel gibt es ohne jeglichen Verschluss. Zum Teil wird dann ein zusätzliches, dehnbares Material am Ende des Schafts angebracht, wodurch der Stiefel nach oben hin gut schließt.
Die wohl bekanntesten Winterstiefel sind die Boots. Diese gibt es in verschiedenen Materialien, natürlich aus Leder, mit und ohne Pelz oder aus Kunstfasern, wie Kunstleder oder Nylon. Alle Formen bieten einen hohen Tragekomfort und wärmen den Fuß sehr gut.
Für welche Winterschuhe oder Stiefel man sich am Ende entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Oft fällt die Wahl aber nicht sehr schwer, da zum Beispiel in Deutschland Jeder durchschnittlich mindestens drei Paar Schuhe je Saison kauft.
Lange bevor Gummistiefel auf dem Kontinent hof- und straßenfähig wurden, waren sie im Mekka der Regengüsse, in Großbritannien, unentbehrliches Schuhwerk von Adligen und Grundbesitzern. Bei solch nobler Nachfrage hat man sich im Vereinigten Königreich gedeihlich bemüht, Gummistiefel in allen Größen herzustellen und mit jeglichem Komfort auszustatten. So beliebt wurden Gummistiefel auf der Insel, dass sie dort unter dem Namen “Wellies”, in Anspielung auf die meistverbreitete Marke, geläufig sind.
Modisch, das Wort drückt schon immer eine gewisse Wertung aus, mit der man vorsichtig sein sollte. Modisch, das heißt modern, angesagt, kultig. Ob Stiefel in dieser Saison modern sind ist schwer zu beantworten. Was modern ist zeigt sich meistens erst während der Saison und das geht dann von heute auf morgen. Man kann nicht voraussehen, was die Endverbraucher schick und gut finden werden und dementsprechend kaufen und was ihnen weniger gefällt. Man kann aber Prognosen treffen.
Ohne Motorradstiefel mit einer BMW S 1000 RR oder einer Honda Varadero 1000 über die Piste donnern – ein absolutes No-go. Große Sicherheit gepaart mit hohem Komfort – so lautet das Credo, so lauten im Wesentlichen die Qualitätsansprüche an jegliche Motorradstiefel.
Stiefel haben immer etwas Erotisches, dessen sind sich die meisten Damen, die Stiefel tragen auch voll bewusst. Das liegt daran, dass Stiefel das Bein der Frauen optisch verlängern, wenn die Frau dann sowieso schon lange Beine hat, wird der Reiz der Exotik noch verstärkt. Das gilt im ganz Besonderen, wenn die Stiefel aus exotischem Leder gefertigt werden.
Gummistiefel – modisch oder bequem. Was ist im Winter mit den kalten Füssen?